Den Gottesdienst an Karfreitag, 29. März 2024, feierten die Glaubensgeschwister von Waiblingen, WN-Bittenfeld, WN-Hohenacker und Schwaikheim mit Apostel Jürgen Loy in der Kirche in Waiblingen.
An diesem christlichen Hochfest lag der Predigt ein Bibelwort aus dem Markus-Evangelium zugrunde: „Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!“ (Mk 15,39). Die Bibellesung erfolgte aus dem Johannes-Evangelium; es wurden aus Johannes 19 die Verse 16-30 vorgetragen.
Der Opfertod Jesu am Kreuz
Im Mittelpunkt der Gottesdienstfeier stand der Opfertod Jesu Christi als zentrales Geschehen, das alle Menschen betrifft. Indem Jesus aus freiem Willen, in göttlicher Liebe sein Leben hingab, hat er ein unvergleichliches Werk der Erlösung vollbracht – es ermöglicht, dass der in Sünde verstrickte Mensch davon befreit wird und zurück in die Gemeinschaft mit Gott gelangt.
„Gott, der Sohn, wird in Jesus Mensch und nimmt das Menschenschicksal an. Er ist mit uns ins Tal der Tränen und des Todes hinabgestiegen. Er ist für dich und mich gestorben“, verdeutlichte der Apostel das Karfreitagsgeschehen. Sich dies zu vergegenwärtigen, bestärke im Glauben und gebe Ermutigung. Hierbei sprach der Apostel von „Hoffnungsaussagen“ Jesu Christi, wie z.B.: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden […] Und siehe, ich bin bei euch alle Tage“ (Matthäus 28,18.20). Die Glaubenden dürften darauf bauen: „Jesus Christus ist bei dir! Was auch immer dich bedrängt und dir Angst macht: Gott ist größer!“
Gottes Liebe zu den Menschen
Zu dem Bekenntnis, dass Jesus Gottes Sohn ist, kam der im Bibelwort erwähnte Hauptmann nach all dem, was er als Zeuge des Sterbens Jesu hörte und beobachtete. Diese biblischen Schilderungen beleuchtete der Apostel auch unter dem Gedanken, was sie den Glaubenden heute zu sagen haben. Unter anderem sprach er davon, dass Jesus sich des mit ihm gekreuzigten Verbrechers annahm, welcher sich gläubig an ihn wandte („Jesus nimmt die Schwachen an“), dass er seinen Peinigern vergab und für sie betete, dass er angesichts seines Todes sich um seine Mutter Maria sorgte und sie seinem Jünger Johannes anvertraute („er übte Fürsorge und stiftete Gemeinschaft“).
So wandte sich Jesus selbst im Leiden und Sterben erbarmend, vergebend, fürbittend und fürsorgend den Nächsten zu: „Wir sehen darin die ganz große Liebe Gottes zu den Menschen.“ Die an diesem Karfreitagsgottesdienst teilnehmenden Glaubensgeschwister gaben darauf im Lied gleichsam die Erwiderung: „Der am Kreuz ist meine Liebe, … dem ich treu zu sein mich übe“ (Gesangbuch Nr. 46).
In Begleitung des Apostels waren Bezirksevangelist Manfred Keim, Vorsteher des Kirchenbezirks Stuttgart-Bad Cannstatt, zu dem die besuchten Gemeinden gehören, und dessen Stellvertreter, Priester Michael Birk. Diese beiden Amtsträger bat der Apostel um einen Predigtbeitrag.
Mit Orgelmusik und Liedern des Gemeindechors wurde der Gottesdienst musikalisch umrahmt. Als nach der Bibellesung durch die Orgel Passionsmusik erklang, verwies der Apostel darauf, wie wohltuend Musik sein könne, wenn Worte fehlten, um zu beschreiben, was im Herzen geschehe. Den musikalischen Schluss der Gottesdienstfeier setzten die Sängerinnen und Sänger mit dem Liedvortrag „Jesu, du Gotteslamm“ (Chorbuch Nr. 55). Darin wird das ewig gültige Opfer Jesu besungen – „… du trugst voll Huld, blutend am Kreuzesstamm aller Welt Schuld“ –, und es klingt sein Wiederkommen als Bräutigam der Seele an.
Text: SR
Bilder: KE