Zu dem Gottesdienst, den Bischof Matthias Grauer am Abend des zweiten Mittwochs im April in Remseck durchführte, war auch die Gemeinde Stuttgart-Münster eingeladen. Als er das nahezu voll besetzte Kirchenschiff betrat, empfing ihn eine erwartungsfrohe Stimmung.
Der aus den beiden Gemeinden von Stuttgart-Münster und Remseck gebildete gemischte Chor trug unmittelbar vor der Predigt des Bischofs das Lied »Gott ist die Liebe« vor, eine Thüringer Volksweise mit einem Text von August Rische (1819-1906). In dessen Refrain heißt es am Ende jeder Strophe »… er liebt auch mich«. Darauf Bezug nehmend tröstete der Bischof jeden Einzelnen der Versammelten mit der Aussage: »Gott liebt dich genauso, wie du bist. In seinen Augen bist du vollkommen.«
Das der Wortverkündigung zugrunde liegende Bibelwort steht in Psalm 139,16: »Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.« Bischof Grauer stellte klar, dass Gott den Anfang und das Ende von allem festlege. Niemand können ihn daran hindern, seinen Heilsplan durchzuführen. Dieses göttliche Buch habe mit der Schöpfung begonnen und ende mit der neuen Schöpfung, in der Gott ewige Gemeinschaft mit den Menschen haben werde.
Ein weiteres Buch Gottes sei das Lebensbuch eines jeden Menschen, so der Bischof. Auch wenn es der menschliche Verstand nicht fassen könne, so sei der Allmächtige doch in der Lage, auf jede einzelne Seele zu achten.
Als ganz besonderes Buch bezeichnete der Bischof im Weiteren das Lebensbuch des Lammes, in dem all jene aufgeführt seien, die Zugang zur Gemeinschaft mit ihm hätten.
Schließlich nannte er noch die Bücher, die Gott beim Jüngsten Gericht aufschlage. Hier sei er ein vollkommen gerechter Richter, der alle Umstände berücksichtige, die bei den Entscheidungen der Menschen eine Rolle gespielt hätten.
Um weitere Wortbeiträge rief er Priester Jens Hupfeld sowie den stellvertretenden Bezirksvorsteher, Priester Michael Birk, an der Altar. Zwischen den Predigtbeiträgen unterstrich der Chor das Gesagte mit treffenden Liedern.
Zum musikalischen Abschluss des Gottesdienstes bat der Bischof die Gemeinde, zwei Strophen aus dem eingangs erwähnten Lied »Gott ist die Liebe« miteinander zu singen. Nach der offiziellen Verabschiedung war noch Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei einem Imbiss mit Erfrischungsgetränken.
Damit klang der Abend in entspannter und freudiger Atmosphäre aus.
Bericht: DB
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