Der erste Sonntagsgottesdienst im August war ein Fest für die Korber Gemeinde.
Ein Ehepaar hatte sich den Segen zur Rubin-Hochzeit gewünscht. Aufgrund der Urlaubszeit waren die Gemeinden Berglen-Steinach und Winnenden eingeladen. Zudem kamen zahlreiche Gäste zu diesem besonderen Anlass.
Priester Manuel Hetzer, der den Gottesdienst leitete, las ein Bibelwort aus Johannes 4, Verse 28, 29:
„Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“
Bei der Begegnung der Samariterin mit Jesus am Jakobsbrunnen wird die soziale Ungleichheit zu dieser Zeit deutlich. Als Frau aus Samarien war sie eine Außenseiterin und nicht hoch angesehen, daher ging sie alleine zum Brunnen. Es verwunderte sie sehr, als Jesus sie am Brunnen ansprach, denn es war höchst ungewöhnlich, dass ein Jude mit einer Samariterin sprach. Sie erkannte ihn zunächst nicht. Er zeigte ihr den Unterschied zwischen dem natürlichen Wasser und dem „Wasser“ auf, welches er ihr geben kann. Als er auch noch ihre persönliche Situation beschrieb, ohne dass sie ihm davon erzählt hatte, war sie überzeugt, dass er Christus ist. Voller Freude sprang sie ins Dorf und erzählte von diesem Ereignis.
Die Begebenheit zeigt, dass das Wort Gottes und das ewige Leben für Jeden gilt, es kommt nur darauf an, wie wir damit umgehen. Jeder kann Jesus über das Gebot der Nächstenliebe erleben, unabhängig davon, ob wir einer Konfession angehören oder nicht.
Priester Hetzer bestätigte dem Hochzeitspaar, dass sie Gott durch die Nächstenliebe schon erleben durften. Sie sollen weiterhin dem lieben Gott die Möglichkeit geben sie durch den Heiligen Geist zu segnen.
Als ehemaliger Trauzeuge wurde Priester Peter Lechner zu einem Wortbeitrag gebeten. Er sprach unter anderem auch darüber, dass die 40 Ehejahre und der Rubin ein Ausdruck von Beständigkeit und Zuverlässigkeit sind. In dieser Beständigkeit kann man Gott erleben und den Segen erfahren.
Der Gemeindevorsteher von Korb, Hirte Udo Beyer, hob in seinem Predigtbeitrag vor allem die Begeisterung der Frau hervor, als sie Jesus erkannte. Wir wollen auch von unserem Glauben so begeistert sein und anderen davon erzählen.
Im Anschluss an den Predigtteil wurde Heiliges Abendmahl gefeiert.
Danach trafen sich das Jubelpaar mit Priester Hetzer vor dem Altar.
Er brachte ihnen zur persönlichen Ansprache ein besonderes Wort mit aus Psalm 106:
"Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich."
Für ihren weiteren gemeinsamen Weg spendete er daraufhin den Segen zur Rubinhochzeit.
Der Gottesdienst wurde musikalisch von Orgel, Klavier und Horn sowie dem Gemeindechor begleitet.
Zum Abschluss sang der Kinderchor mit großer Freude das Lied „Schritt für Schritt“.
Beitrag OI
Bilder sind von der Familie