Die Gemeinde Hohenacker durfte am letzten Sonntag im Februar wieder einen Gottesdienst mit einer Taufhandlung erleben. Das Jugendorchester, welches den Gottesdienst musikalisch umrahmte, stimmte die Festgemeinde bereits zuvor mit dem Instrumentalstück „Kleines Senfkorn Hoffnung“ ein.
Gemeindevorsteher Jens Reissing verlas nach dem Eingangsgebet ein Bibelwort aus Markus 6, in welchem es um die Wundertaten von Jesus Christus ging, der die Kranken heilen konnte, die mit Gottvertrauen seinen Kleidersaum berührten. Er griff in seiner Predigt zunächst das Lied der Sänger „Jesus erfülle mein Herze mit Freude“ auf und verband den Willkommensgruß an die Gemeinde auch mit der Freude, die im Liedtext zum Ausdruck kommt.
So wie die jungen Eltern das Taufkind Lavina bei der Geburt sehr freudig begrüßt haben, so begrüßt uns Gott in jedem Gottesdienst und wir uns auch untereinander immer wieder gerne bei unseren Zusammenkünften. Vollkommen wird diese Freude aber erst dann sein, wenn wir das Glaubensziel der Wiederkunft Christi erleben werden.
Wenn wir vom Taufgottesdienst einen Bogen schlagen zum am folgenden Sonntag anstehenden Gottesdienst für die Entschlafenen, so kann man durchaus Parallelen erkennen. Beides Mal wird das Sakrament der heiligen Wassertaufe gespendet.
Stellvertretend für den Täufling bekennen die Eltern den Glauben an Jesus Christus, womit das Taufkind dann ein Christ wird. Beim Gottesdienst für Entschlafene erhalten die verstorbenen Seelen die Möglichkeit, selbst am Sakrament teilzunehmen und in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen zu werden.
Ausgehend vom Bibelwort in Markus 6, ging der Gemeindevorsteher dann auf die Menschen ein, die auf eine Verbesserung ihrer Verhältnisse hofften, indem sie Christi Saum berührten. So wie der Glaube an Jesus Christus ihnen damals Hilfe brachte, so können wir auch heute Hilfe erfahren, indem wir uns Gott anvertrauen. Das Trennende von Gott, welches durch die erste Sünde im Paradies entstanden ist, wird durch das Opfer Jesu und die Gnade Gottes wieder aufgelöst. Dazu dürfen wir uns aber nicht mit der immer mehr um sich greifenden Geltungssucht selbst erhöhen, sondern wir sollten uns in unserem Verhalten an dem bekannten Sängerlied „Mach mich reiner, immer kleiner“ orientieren. Nur wenn wir uns selbst "kleiner machen", kann uns Gott erhöhen.
In einem weiteren Predigtbeitrag sprach Priester Dirk Eberspächer über die große Bedeutung der heiligen Wassertaufe. Die Verbindung, die man hierdurch mit Gott eingeht, ist ein großes Wunder.
Jesus Christus hat in seinem Wirken die Wundertaten nicht auf große Orte beschränkt, die eine entsprechende Öffentlichkeitswirkung erzielten, sondern auch in kleinerem Kreis Wunder gewirkt. Der Glaube und die Nähe zu ihm waren hierbei ausschlaggebend.
Nach der Sündenvergebung wurde die Taufhandlung an der kleinen Lavina durchgeführt. Zur Freude aller Anwesenden und des Gottesdienstleiters trug das Taufkind dabei durch sein freudiges und lebhaftes Verhalten zum Gelingen der Segenshandlung aktiv bei. Zusätzlich entzündeten unsere Sonntagschüler eine Kerze für das Taufkind. Sie haben damit symbolisch ein Licht für die kleine Lavina angezündet, welches auch weiterhin über ihr Leben leuchten soll.
Passend zu dem anstehenden heiligen Abendmahl, bei welchem die Seelen gereinigt werden, erwähnte Priester Reissing dann den interessanten Hinweis, dass der Name Lavina in der römischen Mythologie als „Die Reine“ bezeichnet wird. Heute wirkt Gott Reinigung im innwendigen Menschen. Als begleitendes Taufwort erwähnte Priester Reissing einen Teil aus Jesaja 43, Vers 1:
„Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“
Mit dem schönen Kinderchorlied „Dass du da bist“ wurde die Taufhandlung dann ausgeleitet.
Nach dem Schlussgebet erfreuten Chor und alle Musikanten die Festgemeinde noch mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“. Mit diesem Lied und den Glück- und Segenswünschen an die Taufeltern konnten sich alle Teilnehmer dann noch voneinander verabschieden.
Beitrag LoN
Bilder FB