Am ersten Mittwoch im Mai besuchte Bischof Matthias Grauer die Gemeinde Remseck. Dazu waren die Jugendlichen der neuapostolischen Kirchenbezirke Stuttgart-Fellbach und Stuttgart-Bad Cannstatt eingeladen. Warum die Stimmung im Gottesdienst und danach so gut war, lesen Sie hier.
Bereits beim Eintreffen der Gottesdienstbesucher war eine gespannte Erwartung zu spüren. Das betraf die Jugendlichen, die teilweise das erste Mal in Remseck waren. Das betraf auch die Gemeindemitglieder, die sich auf die Begegnung mit dem Bischof und den jungen Schwestern und Brüdern freuten. Schnell füllten sich die Reihen, während musikalische Beiträge des Klaviers, der Orgel und des aus Jugendlichen und Gemeindemitgliedern bestehenden gemischten Chores die Anwesenden auf den Gottesdienst einstimmten.
Schon das gemeinsam gesungene Eingangslied »Der Glaub ist feste Zuversicht zu Gottes Gnad und Treue« nach einem Text von Ludwig Andreas Gotter (1691 – 1735) beschreibt Gottes Treue zu seinen Geschöpfen. Als Grundlage für seine Predigt diente dem Bischof 1. Korinther 13,10b: »Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt.«
Der Chor leitete auf die Predigt des Bischofs über mit dem Lied: »Gott ist und bleibt getreu« nach einem Text von Gustav Mankel (1907 – 1984), Melodie von Ahasverus Fritsch (1629 – 1701) und Satz von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Dessen Text unterstreicht wesentliche Aussagen aus dem Bibelvers.
Zu Beginn seiner Wortverkündigung drückte Bischof Grauer seine Freude darüber aus, dass in den gut gefüllten Reihen junge und ältere Gottesdienstbesucher eine große Gemeinde bildeten. Dann ging er auf das vorgelesene Bibelzitat ein und erläuterte, dass Gottes Treue nicht mit menschlicher Treue verwechselt werden solle. Er ermutigte die Versammelten, Gott gegenüber Versprechen zu machen und sich zu bemühen, diese auch einzuhalten.
Um weitere Wortbeiträge bat der Bischof zwei Diakoninnen und einen Diakonen aus den Reihen der Jugendlichen, die jeweils einzelne Facetten der Hauptpredigt ergänzten, und danach den Bezirksvorsteher Priester Michael Birk (Stuttgart-Bad Cannstatt), der den Bezug des Predigtinhalts zu den etwa zwei Wochen zuvor erfolgten Konfirmationen herstellte.
»Ich freue mich nachher auf die Heimfahrt«, begann der Bischof nach den Co-Predigten. Als Begründung führte er von jedem der vorangegangenen Wortbeiträge einen bestimmten Gedanken aus, über den er auf dem Nachhauseweg gerne weiter nachdenken wollte.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete Bischof Grauer den Gottesdienst mit Gebet und dem dreifachen Schlusssegen. Unmittelbar danach folgte ein weiterer Höhepunkt: Die Gemeinde Remseck erhielt eine jugendliche Glaubensschwester als Gemeindehelferin.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte der gemischte Chor mit der Vertonung nach Psalm 27,1–4, Melodie von George Frederick Root (1820 – 1895) »Der Herr ist mein Licht«. Dessen Schluss »… dass ich bleiben möge im Hause des Herrn, …« nahmen die Gottesdienstbesucher wörtlich und blieben noch geraume Zeit bei einem kleinen Imbiss und Erfrischungsgetränkten zusammen. So klang der Abend in fröhlicher Stimmung bei interessanten Gesprächen aus.
Bericht: DB
Bilder: DB