Anlässlich von Himmelfahrt besuchte Bischof Matthias Grauer am 14. Mai die Gemeinde Waiblingen. Zu diesem besonderen Gottesdienst waren auch die Gemeinden Hohenacker, Bittenfeld und Schwaikheim eingeladen. Neben dem gemischten Chor aus diesen vier Gemeinden umrahmte das Bezirksorchester der Bezirke Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart-Fellbach den Gottesdienst musikalisch.
Nach dem Eingangsgebet verlas Bischof Grauer das Bibelwort aus Johannes 16, Vers 28: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ Im Anschluss an das Chorlied „Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist“ begrüßte Bischof Grauer die Gottesdienstteilnehmenden mit den Worten: „Schön, dass du da bist.“ Er griff den Gedanken des Chorliedes auf und führte aus, dass der Himmel je nach Standpunkt in unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen werde. Dennoch sei dieser Ausschnitt Teil der Schöpfung und von Gottes Güte umgeben. In seiner Predigt erinnerte der Bischof daran, dass die Jünger damals die Zeichen Gottes in der Gegenwart Jesu erleben durften. Als Jesus sein Wiederkommen ankündigte, verstanden sie dies zunächst nicht und waren traurig. Doch Jesus versprach ihnen den Tröster, der ihre Traurigkeit in Freude verwandeln sollte. Nachdem sie Jesus zum Himmel auffahren sehen hatten, kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück. Weiter führte der Bischof aus, dass Jesus seine Jünger als Licht der Welt bezeichnete. Dieses Licht sollen auch wir weitergeben und wahre Lichtträger sein. Wie er zu Petrus sagte: „Ich habe für dich gebetet“, so wollen auch wir füreinander und für unseren Nächsten beten und dem Heiligen Geist Raum in uns geben. Wenn wir unserem himmlischen Vater die Möglichkeit geben, in unser Leben einzugreifen, können auch wir unsere ganz persönliche „Himmelfahrt“ erleben. Um weitere Predigtbeiträge wurden die Priester Jens Reißing und Martin Stahl gebeten.
Text: B.H.
Fotos: A.K.