Am Samstag, 10.10.2026 gaben sich Mareike und Julian das Ja-Wort. Der Hochzeitsgottesdienst fand in der neuapostolischen Kirche in Hohenacker statt.
Als Grundlage für den Hochzeitsgottesdienst diente der erste Teil aus Jesaja 43, Vers 4: »Weil du teuer bist in meinen Augen und herrlich und weil ich dich lieb habe…«.
Zu Beginn seiner Predigt machte der Gemeindevorsteher, Priester Jens Reissing, deutlich, wie genau dieser Satz beim Ehepaar, bei seinen Eltern, bei den Hochzeitsgästen und vor allem beim himmlischen Vater hörbar sei: »Weil du so wertvoll und so herrlich bist, habe ich dich lieb.« Jeder dürfe dies für sich ganz persönlich nehmen. Es sei kein poetischer Spruch, sondern Gottes unabänderliche Wahrheit.
Im weiteren Verlauf des Bibeltextes wird das Handeln Gottes dargestellt – wie er alles für die Menschen tut. Dazu führte der Priester aus, dass dies durch das Opfer Jesu deutlich gemacht worden sei; er habe sich selbst geschenkt. Dazu wies Priester Reissing darauf hin, dass Gott nie mit einer Verteilung von Aufgaben beginne, sondern am Anfang immer seine bedingungslose Liebe stehe.
In Ehe und Familie werde die Liebe Gottes am ehesten erlebbar, so der Vorsteher; und zwar eine Liebe, die nicht einfordere, sondern ein Geschenk sei, eine Liebe, die respektiere und sich am Anderssein erfreue, Eine Liebe, die Interessen teile und loyal sei, auch wenn man einmal anders denke. Dann stellte der Priester heraus, dass der Segen Gottes zum Ehebund wie ein Startkapital sei, um die Liebe Gottes zu erleben und um mit ihr zu arbeiten. Wer so damit umgehe, könne sich bis ins hohe Alter als wertvoll erleben, sich gegenseitig guttun und immer wieder neu entdecken.
Schließlich verwies der Vorsteher noch auf Prediger 4, in dem beschrieben wird, wie Menschen in einer liebenden Gemeinschaft vollkommener werden, da man verschiedene Gaben vereint, wenn man sie in einer tiefen Verbundenheit zusammenführt. Dies werde auch beim Hochzeitspaar deutlich. Ans Ende seiner Predigt stellte Priester Reissing den Satz: »Ihr dürft eurer Liebe vertrauen, weil ihr euch so wertvoll seid.«
Vor der Segenshandlung ging der Dienstleiter auf die gemeinsame Freude am Reisen von Mareike und Julian ein. Sie sei eher die Detailplanerin und er eher der Spontane. Gott habe ihre Lebensreise geplant und sie zusammengeführt. Dies sei kein Zufall. Gott plane vielleicht auch einmal anders, als der Mensch denkt, er kenne aber immer den perfekten Weg.
Die Spendung des Hochzeitssegens wurde durch Musikstücke mit Sologesang und einem Geigensolo umrahmt. Nach dem Gottesdienst waren alle Anwesenden noch zu einem Umtrunk eingeladen, bevor das Hochzeitspaar die Kirche verließ.
Bericht: JR
Bilder: Hochzeitsfotograf