Die Glaubensgeschwister aus den Gemeinden Waiblingen und Waiblingen-Hohenacker freuten sich, unter der Woche Gottesdienst mit Apostel Jürgen Loy zu feiern. Der Gottesdienst fand am Anfang der Passionszeit, Donnerstagabend, 5. März 2025, in der Kirche in Hohenacker statt.
Den Apostel begleiteten der Vorsteher des Kirchenbezirks Stuttgart-Bad Cannstatt, Priester Michael Birk, und dessen Stellvertreter, Priester Jens Reißing.
Als Predigtgrundlage diente ein Bibelwort aus dem Matthäusevangelium:
„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, hungerte ihn“.
(Mt 4,1.2)
Es gab eine Lesung aus diesem Bibelabschnitt: die Verse 1-11, die von den Versuchungen Jesu vor Beginn seines Wirkens und von seiner Reaktion darauf handeln – Jesus widersteht den Versuchungen, er weist den Versucher zurück.
Die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastet, könnten – so der Apostel – zu den 40 Jahren in Bezug gesetzt werden, die Israel nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste verbracht habe. Da am Mittwoch, 5. März, Aschermittwoch war, machte er die Gemeinde aber auch auf den Beginn der Passionszeit – 40 Tage vor Ostern – aufmerksam. Für viele Menschen sei es eine Fastenzeit, „und da ist man vielleicht besonders anfällig, wenn Anfechtungen und Versuchungen auftreten“. Denn Fasten betreffe nicht nur das Äußere, das Körperliche, sondern es gebe auch ein „inneres Fasten“.
Gerade in Situationen der Bedrängnis, auch der Ängste und Ausweglosigkeit, wenn nichts mehr funktioniere, gebe es Anfechtungen und Versuchungen durch den Teufel (in anderen Bibelübersetzungen: „der Böse, Widersacher, Verleumder, der, der alles durcheinanderbringt“). Doch „Jesus weiß, wie es dir ergeht. Er weiß, wie es ist, wenn man am empfindlichsten Punkt getroffen wird. Er versteht uns in allem. Er ist bei uns auch in Versuchungen und hilft uns“, stärkte der Apostel die Glaubensgeschwister. Und er tröstete: „Er trägt uns auch im Versagen, seine Liebe bleibt.“ Dabei erinnerte er an die Bitte im Vaterunser, dass Gott helfen möge, um Versuchungen zu widerstehen bzw. durch sie hindurchzukommen.
Der Apostel regte an, die Passionszeit zum Innehalten zu nützen, um sich mit dem Heilsgeschehen zu beschäftigen, und zum Nachdenken darüber, was Gott „an uns und durch uns wirken will“. Orientierung gäben unter anderem die Worte Jesu: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“ (Mt 6,33).
Zu einem Predigtbeitrag wurden Priester Simon Züfle, Gemeindevorsteher von Waiblingen, und Priester Michael Birk gerufen.
Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores gestalteten den Abendgottesdienst musikalisch mit. Sie stimmten schon vor Beginn die Gemeinde auf den Gottesdienst ein. In den Liedern ging es um das Zukünftige als die gleichsam erste Etappe auf dem Heilsweg: die unmittelbare, ewige Gemeinschaft mit Gott, die bei Christi Wiederkunft beginnt und auf die sich die Glaubenden vorbereiten.
Im Chorlied zu Gottesdienstbeginn wurde das Vertrauen in Gott besungen: „Herr, mein Gott, ich traue auf dich“ (Chorbuch Nr. 203); in einem Zwischenlied pries der Chor Jesus Christus als den Seelenfreund.
Beitrag: SR
Bilder: UG