Am Sonntag, 5. Oktober 2025, feierten die Gemeinden Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Münster und Remseck gemeinsam das diesjährige Erntedankfest, zu dem Apostel Jürgen Loy seinen Besuch angekündigt hatte. Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus dem Kolosserbrief des Apostels Paulus „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3, 17).
Gemeinsam stimmte die Festgemeinde zu Beginn den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!“ an. Der Apostel erinnerte an die Wohltaten, die Gott an uns tut und auf die wir auch in schwierigen Zeiten vertrauen können. Unsere Blicke würden vielfach auf das Ungute und Negative in dieser Welt gelenkt, die scheinbar alles überlagerten. Es sei aber wichtig, das Gute, auch die Wunder, die Gott tut, nicht aus den Augen zu verlieren. Gott lässt uns die Wunder seiner Liebe und seiner Barmherzigkeit erleben. Dafür danken wir dem Herrn, in dem wir ihn lobpreisen und diese Wunder auch unseren Kindern und Kindeskindern erzählen (Psalm 78).
Erntedank ist ein Fest des Lobens und Dankens. Der Lobpreis der Gemeinde verstärkt sich im Miteinander und macht Mut.
Apostel Loy erinnerte an das Cannstatter Volksfest, das 1818 als Erntedankfest eingeführt wurde - nach Zeiten der Missernte und einem Sommer ohne Sonne. Die Fruchtsäule auf dem Wasen sollte als Zeichen des Dankes von allen Seiten her für alle sichtbar sein.
Gott in Worten und Werken zu danken macht uns nicht klein sondern groß: Dem Unguten Gutes entgegen setzen, anstatt das Ungute gar noch zu verbreiten; dem Nächsten mit Liebe und Barmherzigkeit begegnen oder teilen mit dem, der bedürftig ist. Der Heilige Geist hilft uns, im Namen Jesu Christi so zu handeln.
Wir danken Gott auch für unsere Gemeinde, die diese christlichen Werte lebt und dadurch den Herrn Jesus Christus lobpreist. Diese Danksagung manifestiert sich in der Feier des Heiligen Abendmahls („Eucharistie“, griech. Danksagung).
Gefeiert wurden die Sakramente der Heiligen Versiegelung (Spendung der Gabe Heiligen Geistes) an einem Kind sowie des Heiligen Abendmahls in der großen Festgemeinde.
Zu Wortbeiträgen wurden der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Bad Cannstatt, Priester Michael Birk sowie Priester Hans Wizemann aus der Gemeinde Remseck aufgerufen. Priester Hans Wizemann sowie Diakon Roland Müller aus Remseck wurden am Ende des Gottesdienstes in den altersbedingten Ruhestand verabschiedet.