Den Gottesdienst am Sonntag, 17. November 2024, feierte Apostel Jürgen Loy in der Kirche in Stuttgart-Bad Cannstatt, Dennerstraße 104. Dort versammelten sich Glaubende aus den Gemeinden Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Münster und Remseck, um in der gottesdienstlichen Gemeinschaft Gott zu preisen und ihm für seine Liebe und Barmherzigkeit zu danken.
Der Wortverkündigung lag Psalm 50,1-4 zugrunde:
„Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweigt nicht. … Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle.“
Zu einem Beitrag in der Wortverkündigung wurde Priester Matthias Appel aus der Gemeinde Bad Cannstatt gerufen.
Zum Ende des Gottesdienstes nahm der Apostel eine Ruhesetzung vor und vollzog eine Ordination: Nach 43-jährigem ehrenamtlichen Dienst als Geistlicher versetzte er Priester Matthias Appel, Gründer und Leiter zahlreicher Musikensembles und daher auch regional bekannt, in den wohlverdienten Ruhestand. Für die Gemeinde Stuttgart-Münster übertrug er dem bisherigen Diakonen Florian Ehrhardt das Priesteramt.
Ein großer gemischter Chor, gebildet aus Sängerinnen und Sängern der eingeladenen Gemeinden, gestaltete mit schönen Liedvorträgen vor und im Gottesdienst das Glaubensfest musikalisch mit.
Eine „teilende Gemeinde“
„In bewegter Zeit, wo einen so manches umtreibt und bedrängt, auch Angst macht, Sorgen bereitet, nimmt sich der Ewige der Gemeinde an. Er neigt sich zu jedem! Er kommt mit seinem Frieden, seiner Liebe und Barmherzigkeit; miteinander dürfen wir seinen Segen empfangen“, so stärkte der Apostel die Glaubenden, die eine „teilende Gemeinde“ bildeten: „Wir nehmen Anteil aneinander, wir teilen Freude und Leid miteinander.“
Er wünschte, dass alle Gott als „Mutmacher, Tröster, Beistand und Helfer“ erleben und wieder neu Orientierung empfangen möchten. Auch ermunterte er, was einen umtreibe, loszulassen und vertrauensvoll Gott anzubefehlen: „Alle eure Sorge werft auf ihn“ (1.Petrus 5,7).
„Der rechte Gottesdienst“
Das als Grundlage zur Wortverkündigung gewählte Bibelwort mit der Überschrift „Der rechte Gottesdienst“ stellte der Apostel in einen Zusammenhang mit dem kirchlichen Auftrag: „Wir wollen miteinander Gott anbeten, Lobpreis im Herzen tragen, Freude erleben und teilen.“
Im Gottesdienst wird das Evangelium verkündigt, erweckt durch den Heiligen Geist. Es erfolgt die Verkündigung der Sündenvergebung, und es wird mit Brot und Wein das Heilige Abendmahl gefeiert. Dabei tritt zur Substanz von Brot und Wein durch die Weihe (Konsekration) Leib und Blut Christi hinzu – nicht symbolisch, sondern wahrhaft anwesend (Realpräsenz). „Da bewegt sich etwas zwischen Himmel und Erde, das wir in der Tiefe nie erfassen können“, meinte der Apostel.
Gott gibt die Menschen nicht auf
„Gott ruft der Welt zu“ – dazu führte der Apostel u.a. aus, dass Gott die Menschen niemals aufgibt. Gottes Frage nach dem Sündenfall: „Mensch, wo bist du?“ gelte jedem, bis heute. „Gott kommt zu den Menschen und schweigt nicht.“ In Jesus Christus habe er ihnen die Hand gereicht und Erlösung angeboten. „Auch heute bietet er Versöhnung und seinen Frieden an.“
Beim Gedanken des Bibelworts zum Richten schlug der Apostel einen Bogen zum Bild Jesu vom Weltgericht (Matthäus 25,31ff). Man könne sich da nichts erarbeiten und verdienen („es geht auch nicht darum, eben ein guter Mensch zu sein“). Vielmehr sei das Maß, das angelegt werde, die Liebe zum Herrn – die Werke der Barmherzigkeit als dem Herrn getan – und die Liebe zum Nächsten. Er tröstete: „Der göttliche Richterstuhl ist ein Gnadenstuhl.“
„Ach komm, füll unsre Seelen ganz, du gnadenreicher Liebesglanz“ (Gesangbuch Nr. 233); mit diesem gemeinsamen Lied zu Gottesdienstbeginn hatte sich die Gemeinde im Vertrauen auf Gottes Liebe an ihn gewandt. Auch das Lied des gemischten Chores zum Gottesdienstende war gesungenes Beten im Vertrauen auf Gott: „Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unsern Wegen …“ (Chorbuch Nr. 156). Es begleitete die Glaubensgeschwister, von denen sich einige anschließend zur ökumenischen Gedenkfeier und Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertags auf den Friedhof Stuttgart-Steinhaldenfeld oder auf den Friedhof Stuttgart-Münster begaben.
Bericht: SR
Bilder: SLi