Zum Weihnachtsfest wurde die Gemeinde Waiblingen bereits vor Beginn des Gottesdienstes durch das Orgelstück „Heilig, heilig“ feierlich eingestimmt.
Mit dem gemeinsamen Lied „Herbei, o ihr Gläubigen“ begann anschließend der Weihnachtsgottesdienst. Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus Philipper 2,5–7 zugrunde: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht. Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“
In seiner Predigt griff Priester Züfle die Begebenheit auf, dass Maria und Josef keinen Raum in der Herberge fanden. Diese Frage wurde auf das eigene Leben übertragen: Haben wir heute Raum in unseren Herzen für Jesus Christus, damit sein Licht uns erfüllen kann? Der Sohn Gottes verzichtete darauf, bei Gott zu bleiben, und kam in die Niedrigkeit dieser Welt, um den Menschen zu dienen. In Armut und Hilfsbedürftigkeit wurde er als Kind geboren. Jesus fordert von uns keine Vollkommenheit, sondern bittet darum, seine Liebe zu erwidern – nicht nur mit Worten, sondern durch unser Tun. Aus vollkommener Liebe hat er die Versöhnung mit Gott möglich gemacht und hat Platz für jeden Menschen. Daraus erwächst auch für uns der Auftrag, demütig zu sein, auf andere zuzugehen, ein offenes Herz zu haben und dem Nächsten zu dienen, wie Jesus es uns vorgelebt hat.
Nach Gebet und Schlusssegen klang der Gottesdienst mit dem gemeinsamen Lied „O du fröhliche, o du selige“ feierlich aus.
Text: B.H.
Fotos: A.K.