Der Gottesdienst als Vorbereitung zum Gedenken an unsere Entschlafenen wurde glanzvoll verstärkt mit dem silbernen Hochzeitsjubiläum von unseren Geschwistern Stefanie und Frank. Die Hochzeitsgäste und frühere Wegbegleiter bildeten gemeinsam mit der Gemeinde einen festlichen Rahmen und trotzen der sonst spürbaren Urlaubswoche. Musikalisch wurde dieser Gottesdienst durch Familienangehörige und einem Doppelquartett vorbereitet und mitgestaltet.
Als Wortschale diente das Bibelwort aus Matthäus 5,16:
„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“.
Zu Beginn der Predigt ging Gemeindevorsteher Priester Jens Reissing auf das vom Gemeindechor vorgetragene Taize-Lied ein „Meine Hoffnung und meine Freude“.
Dieses Lied wurde während der Coronazeit auch durch einen Chor auf der Plattform YouTube gesungen und steigert sich von Vers zu Vers. Die besungene Zuversicht aus Jesus Christus war und ist für unser Silberhochzeitspaar eine ganz besondere Glaubens- und Lebensgrundlage. Die ansteckende Hoffnung und Freude im Lied ist und soll ein Zeugnis von allen Christen sein und als Lichtblick in die Umgebung weitergetragen werden.
Licht ist die spürbare Nähe Gottes, die in Jesus Christus in besonderer Weise auf der Erde sichtbar wurde. Er konnte wahrhaftig sagen: „Ich bin das Licht der Welt“. Dies wurde nicht nur in seinen Reden hörbar, sondern auch erlebbar – in seinem Handeln durch Fürsorge, Verständnis, Mitgefühl und Vergebung. In uns Gotteskinder wird durch das Sakrament des Heiligen Geistes Göttliches Licht offenbar.
Im Textwort erfahren wir die Aufforderung, dieses Licht für den Nächsten sichtbar und erlebbar zu machen. Somit gemäß unserem Glauben auch gleichermaßen für Lebende und Tote ein authentisches Christsein zu leben. Dies soll heißen, dass unsere Fürbitten für entschlafene Seelen erst durch unser christliches Handeln eine helfende Wirkung haben kann, wie zum Beispiel durch unsere Vergebungsbereitschaft, Verständnis für Andersdenkende, Aufnahme von Fremden und ehrliches Mitfühlen.
In weiteren Predigtbeiträgen wurde darauf hingewiesen, dass es nicht darum geht, sich vor den Menschen darzustellen, sondern wie Jesus es uns vorlebte, Gott in seiner Liebe zu ehren und verherrlichen. Nur hierdurch kann ein Lobpreis entstehen.
Nach dem heiligen Abendmahl wurde die Segenshandlung zur silbernen Hochzeit mit Vorträgen der Kinder und der Schwester umrahmt. In seiner Ansprache an das Jubiläumspaar machte Priester Reissing deutlich, dass Ihre Ehe, seit dem Beginn vor 25 Jahren immer wertvoller wurde. Sie haben ihr Versprechen wahrhaftig gelebt und sind in den verschiedenen Lebenssituationen weiter zusammengewachsen. Die Verlässlichkeit, das offene und ehrliche Miteinander, hat ihre Ehe stark gemacht und dieses besondere Fest der Liebe heute ermöglicht. Das besondere Glück ihrer Ehe sind ihre Kinder, welche auch für die Großeltern immer wieder eine besondere Freude bewirken.
Gemeindevorsteher Reissing gab den Geschwistern zu Ihrem Hochzeitsjubiläum ein Bibelwort, welches auch die Grundlage des Anfangs gesungenen Taize-Liedes bildet. Die Aussage gemäß Jesaja 12 Vers 2 und 3, möge auch weiterhin eine besondere Zusage Gottes für ihre gemeinsame Zukunft sein:
„Denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm, ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus dem Brunnen des Heils.“
Nach dem Schlussgebet erfreute der Chor die Festgemeinde noch mit dem Lied „Gott segne uns“.
Dieses wunderbare Fest konnte das Silberpaar nach vielen Glück- und Segenswünschen mit ihrer Familie, allen Teilnehmern und der Gemeinde beim anschließenden Sektempfang und Kaffee noch in freudiger Atmosphäre ausklingen lassen.
Beitrag JR
Bilder KoE