Am letzten Sonntag im Juni freute sich die Gemeinde über den Besuch von Bischof Matthias Grauer. Es gab einen erfreulichen Anlass: ein Festgottesdienst mit Segenshandlung zur Silbernen Hochzeit des Gemeindevorstehers mit seiner Gattin.
Schon vor dem Gottesdienst untermalte das Jugendorchester mit Instrumentalstücken sowie der Familienchor unseres Jubel-Paares mit dem Lied „Ich lobe meinen Gott“ die festliche Atmosphäre. Das wurde noch einmal bestärkt durch die vielen Gäste aus nah und fern, die den Kirchensaal bis auf den letzten Platz füllten.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete Bischof Grauer ein Wort aus Johannes 14 mit der Botschaft Jesu an seine Jünger, dass er nur für eine gewisse Zeit weg sei, um die Stätte zu bereiten und wiederkommt, um die Seinen zu sich zu nehmen, wo immer sie auch sein mögen.
Willkommen sein und den Segen annehmen
Der Bischof stellte klar heraus, dass jeder Teilnehmer sich als festes Mitglied der Gemeinschaft im Gottesdienst fühlen darf und willkommen ist. Keiner sei ausgeschlossen.
Er griff noch einmal das Gleichnis vom verlorenen Sohn auf, das auch im kürzlich stattgefundenen Stammapostel-Gottesdienst im Mittelpunkt stand. Er machte deutlich: Manchmal fällt es schwer, sich willkommen zu fühlen – etwa wenn man sich ungerecht behandelt fühlt oder der eigene Stolz zur Hürde wird. Solche inneren Hindernisse können davon abhalten, das Angebot Jesu Christi anzunehmen.
Umso wichtiger sei es, vertraute Denkmuster zu durchbrechen und den Segensfluss zuzulassen. Dabei dürfen wir auf die Zusicherung Jesu vertrauen, die dem Wort aus Johannes zugrunde liegt: Er bereitet alles vor, damit für uns ein Platz im Himmel bereitsteht. Die Frage bleibt: Wie groß ist unser Wunsch, dazuzugehören? Durch sein Opfer hat Jesus die Grundlage dafür gelegt. Die Teilnahme am Heiligen Abendmahl wird so zu einem Schlüssel, der uns Gewissheit schenkt, dass seine Verheißung wahr wird.
Geistige Erfrischung in herausfordernden Zeiten
In einem weiteren Beitrag nahm Bezirksvorsteher Michael Birk Bezug auf die aktuelle Hitzeperiode. Wie körperliche Hitze uns ins Schwitzen bringt, können auch persönliche Lebenssituationen geistig herausfordernd werden. Die Verheißung Jesu schenkt dabei Linderung und Orientierung – besonders dann, wenn wir uns nicht selbst im Weg stehen, sondern im Glauben auf ihn vertrauen.
Mit dem bevorstehenden Heiligen Abendmahl erneuert Jesus sein Versprechen und schenkt uns Gnade.
Segenshandlung zur Silbernen Hochzeit
Nach der Freisprache und dem Heiligen Abendmahl leitete der Jugend- und Kinderchor die Segenshandlung zur Silbernen Hochzeit mit dem Lied „Lord, how can I ever praise you“ ein. Anschließend trat das Silberhochzeitspaar vor den Altar.
Bischof Grauer erklärte, dass der Segen Gottes kein Zufallsprodukt sei. Er komme gezielt zustande, weil er erbeten werde. Wenn dieses Verlangen vorhanden sei, schenke Gott seinen Segen mit Freude. Dazu führte der Bischof ein Bibelwort aus Jeremia 29, Vers 11, an:
Gott hat Gedanken des Friedens mit uns und nicht des Leidens; er schenkt Freude, Zukunft und Hoffnung.
Diese Zusage sollte dem Silberhochzeitspaar besonders als Wegbegleitung für die Zukunft dienen. Der Segen, den die Eheleute bereits in ihrer Familie erfahren durften, wurde erneuert – verbunden mit der Verheißung reichen Segens für den weiteren gemeinsamen Weg. Der gemischte Chor schloss die Segenshandlung mit dem Wunschlied „Ich brauch dich allezeit“ ab.
Musikalischer Ausklang und Begegnung
Nach Gebet und Schlusssegen bereitete ein Instrumentalduo mit Geige und Klavier aus dem Familienkreis den Gottesdienstbesuchern eine besondere Freude. Diese festliche Stimmung setzte sich nach dem Gottesdienst beim Sektempfang und kleinen Buffet fort. In vielen guten Gesprächen klang der Tag aus, begleitet von zahlreichen Glück- und Segenswünschen für das Silberhochzeitspaar und seine Familie.
Beitrag LoN
Bilder FB