Der Gottesdienst am ersten Sonntag im Oktober in der Gemeinde Hohenacker hatte gleich zwei außergewöhnliche Aspekte. Zum einen das Fest der goldenen Hochzeit. Zum anderen den wegen des Erntedankfestes reichlich geschmückten Altar. Am Tag zuvor hatten die Kinder den Altarschmuck mit zahlreichen Früchten und Gaben aus der Natur gestaltet.
Nach dem Eingangslied »Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht« verlas der Gottesdienstleiter und Gemeindevorsteher, Priester Jens Reissing, das Bibelwort aus Psalm 19,2 mit der Botschaft, dass die Himmel die Ehre Gottes erzählen und die Feste seiner Hände Werk verkündigen.
Priester Reissing hieß die Gemeinde und die vielen Gäste willkommen zu einem Gottesdienst, der zwei Höhepunkte beinhalte.
Auf das Bibelwort eingehend, sprach Priester Reissing unter anderem von dem Größe der göttlichen Schöpfung. Diese können man zum Beispiel auf einem Berggipfel erleben, wo es keine Ablenkung durch Umgebungsgeräusche oder Alltagshektik gebe. Im Weiteren führte er aus, dass Gott den Menschen den Auftrag gegeben habe, die Schöpfung zu bewahren. Voraussetzung, um seiner Unterstützung sicher zu sein, sei es allerdings, sich an seinen Willen zu halten. Abschließend wies Priester Reissing darauf hin, dass die Christen auf eine neue Schöpfung nach der Wiederkunft Jesu warteten. Dann sei die Vollkommenheit der Schöpfung auf einer höheren Ebene erkennbar.
Nach dem heiligen Abendmahl leitete der Chor die Segenshandlung zur goldenen Hochzeit ein mit dem Lied: »Der Herr ist mein Hirte«. Priester Reissing sprach vom besonderen Segen des Herrn. Dieser komme nicht nur dem Gold-Hochzeitspaar zugute, sondern auch der Gemeinde und den Gästen.
Der Vorsteher wies darauf hin, dass in einer langen Ehe die Schwächen der Partner nicht verborgen blieben. Wichtig sei es deshalb, sich in der Liebe gegenseitig zu dienen. Das sei aber kein Automatismus, sondern man müsse sich die Beständigkeit in einer Ehe stetig erarbeiten.
Als weiteren Impuls gab Priester Reissing dem Gold-Hochzeitspaar den Vers 16 aus dem 4. Kapitel des 1. Johannesbriefs mit, in dem es heißt: »Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.« Beständig zu sein in der Liebe stelle sicher, dass der Segen des Herrn auch beständig auf dem Ehebündnis ruht, so der Priester. Anschließend spendete er den Segen zur Goldhochzeit.
Nach der Segenshandlung spielt das Jugendorchester das Stück: »Du bist Anfang, du bist Ende«. Den musikalischen Schlusspunkt des Gottesdienstes setzte der Mädchenchor mit dem Lied: »Lord, how can i ever praise you«.
Bei der Verabschiedung gaben die Gottesdienstbesucher dem goldenen Hochzeitspaar ihre Glück- und Segenswünsche mit auf den Weg. Wer wollte, konnte beim anschließenden Sektempfang und kleinen Imbiss noch weitere gute Gespräche führen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.
Text: Lo.No.
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