Schon lange vor Gottesdienstbeginn war in der Kirche Bad Cannstatt so einiges los. Das Orchester probte, der Kinderchor übte noch einige Lieder. Alle Teilnehmenden wurden gebeten, einen Zettel im Foyer auszufüllen und diesen dann mit in den Gottesdienst zu nehmen. Darauf sollte jeder außer dem Namen noch Haarfarbe sowie die Anzahl und die Dicke der Haare auf dem Kopf angeben. Was das wohl zu bedeuten hatte?
Zu Beginn des Gottesdienstes sangen alle großen und kleinen Teilnehmer das Lied „Komm, sag es allen weiter“. Nach dem Eingangsgebet las Priester Martin Hilbert ein Bibelwort aus Lukas 12,7 vor:
„Auch sind die Haare auf eurem Haupt alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.“
Priester Hilbert ging zu Beginn seiner Predigt auf die Zettel ein, die zuvor ausgefüllt werden sollten und löste das Rätsel auf. Schnell stellten die Kinder fest, dass alle unzählbar viele Haare auf dem Kopf haben. Und trotzdem weiß Gott wie viele Haare jeder Mensch hat, er kennt jeden und er hat jeden einzelnen lieb.
Anschließend ging er auf die Sperlinge ein, die auch im Textwort erwähnt wurden. Sie sind immer in einer großen Schar zusammen und man kann sie nicht unterscheiden. Aber Gott kennt auch von ihnen jeden einzelnen Vogel. Wie ist das in der Schule und der Gemeinde, wen kennt man da als Erstes und am besten? Diejenigen, die auffallen, weil sie viel Nonsens machen oder diejenigen, die aufgrund ihres Dienens in der Gemeinde wahrgenommen werden. Es gibt jedoch überall auch Personen, die am Rand stehen oder nicht gesehen werden. Für den lieben Gott sind alle gleich wichtig – er kennt alle und er liebt alle.
Zwischendurch sang der Kinderchor das Lied: Wie groß ist Gottes Liebe.
Zum Mitdienen wurde Priester Manuel Wendler aufgerufen. Er holte eine Schatztruhe heraus und wollte wissen, um was es in Geschichten mit Schatztruhen geht.
Der Inhalt ist wichtig und darf nicht verloren gehen. Piraten verstecken darin zum Beispiel das, was ihnen wertvoll ist.
Dann holte er Sammelkarten hervor und auch davon gibt es wertvolle und weniger wertvolle Karten. Die wertvollen Karten sind die, die es selten gibt. Meist ist das wertvoll, was es selten gibt.
Jedes menschliche Wesen ist einzigartig, es gibt jeden nur einmal. Für Gott sind alle unendlich wertvoll, Gott schützt seinen Schatz. Egal wie man aussieht - ihm kommt es nur auf das Innere eines Menschen an.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl erwähnte Priester Hilbert noch einmal, dass der liebe Gott alle Menschen so sehr liebt, dass er seinen Sohn auf die Welt geschickt hat und ihn das Opfer bringen ließ. Jeder sollte sich noch einmal bewusst machen, dass egal von welchem Priester man die Hostie bekommt, es eigentlich der liebe Gott ist, der sie als Zeichen seiner Liebe gibt.
Nach dem Gottesdienst gab es Mittagessen und noch etwas Zeit für gemeinsame Spiele, zum Basteln und für das Konzert Mitte März wurde geprobt.
Ruck-zuck war es 14.30 Uhr und die Kinder konnten abgeholt werden.
Mit Spannung warten jetzt alle auf das Konzert am 16. März in Waiblingen und jeder ist herzlich hierzu eingeladen.