Fünfundsechzig Jahre gemeinsame Lebenszeit! Am letzten Sonntag im Mai 2026 wurde in Korb ein Gottesdienst mit Eiserner Hochzeit gefeiert.
Hirte Udo Bayer las ein Bibelwort aus 2. Korinther 13, Vers 13 vor:
„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“.
Der Vorsteher begrüßte das Jubelpaar sowie alle Gottesdienstteilnehmer und gab seiner Freude Ausdruck, dass sich trotz sommerlichen Temperaturen viele entschieden hatten in das Haus Gottes zu kommen. Er ging auch auf das Lied des Chores ein, in dem es um Gottes Wort geht und die innere Haltung, vor dem Herrn „niederzufallen“. Hierbei geht es um Dankbarkeit und Demut zu Gottes echter Liebe, die an keine Bedingungen geknüpft ist – nicht, wie oftmals bei uns Menschen.
Auch Paulus betonte in seinem Brief an die Korinther die Gnade Gottes, ohne den Menschen Vorwürfe zu machen oder ihnen ihre Fehler vorzuhalten. Wir alle leben von der Gnade und sollten auch mit anderen gnädig sein. Er schrieb von der Liebe Gottes, die alle Tage bei uns ist, selbst wenn uns manches Schicksal widerfährt. Auch Jesus musste in seiner schwersten Stunde Enttäuschung erfahren, er wurde verleugnet und allein gelassen, weil die Liebe von Menschen irgendwann aufhört. Die Liebe Gottes hört nie auf. Als weiteren Punkt führte Paulus die Gemeinschaft des Heiligen Geistes auf. Dieser ermöglicht uns das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Somit können wir gute Werke hervorbringen damit das Wesen Gottes in unserem Handeln spürbar wird.
Priester Greiner wurde noch zum Predigtbeitrag aufgerufen. Er meinte, dass das Textwort wunderbar zum Jubelpaar passt: Sie durften Gnade, Liebe und Gemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten erleben, haben sich immer eingebracht und sich dabei auf den lieben Gott verlassen. Zudem erwähnte er, dass die Gemeinschaft und Liebe in der Ehe des Jubelpaars ein Miteinander und nicht ein Nebeneinander ist und war, selbst in schwierigen Situationen.
Im Anschluss an die Predigt wurde Heiliges Abendmahl gefeiert und der Segen zur Eisernen Hochzeit gespendet. Der Hirte gab dem Ehepaar stärkende Worte mit auf ihren Weg, denn er meinte, dass es in ihrer Ehe schöne Zeiten gab, aber auch Zeiten, in denen viel Kraft gebraucht wurde. Hierzu las der Gemeindevorsteher Bayer aus dem 91. Psalm: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“