Ende Juni 2024 besuchte Bischof Grauer die Gemeinde Stuttgart-Bad Cannstatt. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Geschwister der Gemeinden S-Münster und Remseck herzlich eingeladen.
Dass der Bischof erwartet wurde, war schon vor dem Kirchengebäude, insbesondere aber beim Betreten der Kirche zu spüren; die Atmosphäre war freudig erwartungsvoll! Durch das Orgelspiel wurde die große Gemeinde musikalisch eingestimmt.
Bischof Matthias Grauer stellte den Gottesdienst unter das Wort aus 2. Mose 20, Vers 8, wo es um die Gebote Gottes geht.
"Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst."
Hierin wird speziell die Bedeutung des Sabbattages betont, also den Ruhetag innerhalb einer jeden Woche.
Im Rahmen seiner Predigt machte der Bischof immer wieder deutlich, dass die Gebote Gottes an Bedeutung nichts eingebüßt haben. So gilt das Gebot, den Sabbat als solchen zu heiligen und wertzuschätzen, bis heute.
Bischof Grauer machte auch darauf aufmerksam, dass, nachdem Jesus Christus an einem Sonntag auferstanden sei, im Christentum der Sabbattag auf den Sonntag gelegt wurde.
Bischof Grauer rückte des Weiteren die Nächstenliebe und das ‚anderen Menschen Helfen‘ in den Mittelpunkt. Als herausragendes Beispiel verwies er auf die Situation, wie sie in mehreren Evangelien ausgeführt wird: Jesus Christus, der Sohn des einigen Gottes, heilte am Sabbat einen kranken Mann und das sogar in der Synagoge und im Beisein der damaligen Geistlichkeit. Diese fand das Engagement Jesu zu Gunsten eines Menschen aber nicht gut, insbesondere weil es am Sabbat geschah. Jesus machte auf die Besonderheit des Menschen aufmerksam und gab durch sein konkretes Handeln ein Beispiel, wie auch wir uns gegenüber anderen Menschen verhalten sollen: gütig sein und bei Bedarf auch helfend eingreifen, und dies an jedem Tag. Wir sollten uns gegenüber anderen Menschen so verhalten, wie wir wünschen, dass Gott sich uns gegenüber verhält!
Zu weiteren Wortbeiträgen rief der Bischof den Vorsteher des Gemeindebezirks Bad Cannstatt, Manfred Keim und den stellvertretenden Bezirksvorsteher, Priester Michael Birk, auf.
In der anschließenden Feier des Heiligen Abendmahls konnte ganz besonders der Frieden aus Gott und aus Jesus Christus erlebt werden. Die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls war ein besonderes Erleben für alle Teilnehmenden!
Der Gottesdienst wurde musikalisch in sehr harmonischer Weise durch Beiträge insbesondere des Chores umrahmt.
Beitrag: CD
Bilder: SL