Große Freude erlebten die Glaubensgeschwister aus der Gemeinde Remseck, denn Bezirksapostel Michael Ehrich feierte mit ihnen den letzten Gottesdienst in diesem Kirchenjahr.
Als Grundlage für die Wortverkündigung in jenem Gottesdienst am Mittwochabend, 29. November 2023, nahm der Bezirksapostel ein Bibelwort aus einem Gleichnis Jesu, das sich im Markus-Evangelium findet: „Es ist wie bei einem Menschen, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeden seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen.“ (Mk 13, 34)
Gott führt es wohl hinaus
Der einleitende Liedvortrag der Sängerinnen und Sänger des Gemeindechors bezog sich auf Jesus Christus, und der Bezirksapostel griff den schönen Gedanken des Refrains auf: „Du bist der Retter, die Liebe bist du.“ Den Blick auf Jesus Christus und den Glauben, dass er der Retter ist, der Heiland der Welt, hätten nicht alle Menschen. Auch könnten bei dem vielen Leid, all dem Schweren, das zu tragen sei, und der Ungerechtigkeit auf Erden viele nicht darin einstimmen, dass der dreieinige Gott und mithin Jesus Christus die Liebe ist, meinte der Bezirksapostel. Doch „letztlich wird Gott alles wohl hinausführen!“
An der Glaubensgewissheit, dass Gott alle Menschen, die sich ihm zuwenden, erretten werde, gelte es festzuhalten. Und auch in der eigenen Lebenssituation möchten, so der Wunsch des Bezirksapostels, die Glaubensgeschwister auf dem Weg in die unmittelbare Lebensgemeinschaft mit Gott („die himmlische Heimat“) immer wieder Gottes Liebe, Hilfe und Nahesein erfahren.
Drei Schwerpunkte
Drei Schwerpunkte zeigte der Bezirksapostel in der Wortverkündigung auf: zum einen die Eigenverantwortung des Einzelnen für sein Seelenheil. Denn Gott biete das Heil an, er heilige durch die Sakramente und durch sein Wort – es liege jedoch an jedem selbst, dies anzunehmen und danach zu handeln.
Zum anderen sprach er davon, dem Herrn zu dienen; dies betreffe vor allem den Auftrag aller, anderen das Evangelium entgegenzubringen – und zwar „durch Nachfolge, durch unser Verhalten; da geht es darum, dass man mit Jesus Christus verbunden ist.“ Als Beispiele für die Nachfolge zu Jesus Christus nannte der Bezirksapostel, vergebungsbereit und versöhnlich zu sein, sowie Gutes zu tun, wobei er Galater 6,10 erwähnte. Auch appellierte er, das „neue Gebot“ Jesu an seine Jüngerinnen und Jünger umzusetzen und sich in der Gemeinde einander zuzuwenden (vgl. Joh 13,34.35).
Den dritten Schwerpunkt legte der Bezirksapostel auf die Aufgabe des Türhüters („Wachsamkeit ist unabdingbar“), zunächst für die eigene Seele. Dies bedeute, im persönlichen Handeln abzugleichen, ob es mit dem Evangelium vereinbar sei. Er riet, auf das Wesentliche zu blicken, auf Jesus Christus und seine Wiederkunft: „Das ist etwas grundlegend Wichtiges, sich den festen Glauben zu bewahren: Jesus Christus kommt wieder.“
Begleitet wurde der Bezirksapostel von Apostel Jürgen Loy, der den Apostelbereich Stuttgart leitet, Bischof Matthias Grauer sowie dem Vorsteher des Kirchenbezirks Stuttgart-Bad Cannstatt, Manfred Keim, und dessen Stellvertreter, Michael Birk. Die Vorsteher der Gemeinden im Cannstatter Kirchenbezirk waren ebenfalls eingeladen.
Die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes erfolgte durch die Sängerinnen und Sänger des Gemeindechores sowie Instrumentalistinnen und Instrumentalisten. Sie hatten schon vor Gottesdienstbeginn mit ihren Liedvorträgen die erwartungsfrohe, freudige Atmosphäre der Glaubensgeschwister verstärkt und setzten mit dem irischen Segenswunsch „Möge die Sonn dir scheinen“ (Chorbuch Nr. 365) den musikalischen Schlusspunkt.
Bericht: SR
Bilder: DB