Mitte Oktober feierte Bischof Matthias Grauer in Korb einen Festgottesdienst mit diamantener Hochzeit. Dazu eingeladen waren die Mitglieder der Gemeinden Winnenden und Berglen-Steinach. Vor dem Gottesdienst wurden die Geschwister und alle Gäste durch das Orchester eingestimmt.
Der Bischof diente mit dem Textwort aus Johannes 3, Vers 17:
„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“
Bischof Grauer begann seine Predigt, indem er seine Freude aussprach und von dem vorangegangenen Donnerstag berichtete, an dem er ebenfalls in Korb sein durfte: Die Jugend hatte ein Speed-Dating vorbereitet, bei dem in wenigen Minuten unter vier Augen persönliche Informationen ausgetauscht wurden und danach der Gesprächspartner gewechselt wurde.
Der Bischof meinte: „Wir haben jetzt auch ein Date mit Jesus“. Dabei können wir sein Wesen erfahren und seine Liebe spüren. Ein Date mit demjenigen, der jede Träne sieht und der uns besser kennt, als wir uns selbst. Dafür können wir dankbar sein, weil wir alle das gleiche Ziel haben: Die ewige Gemeinschaft mit Jesus in seinem Reich.
Das Bibelwort berichtet von dem Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus, ein Oberster der Juden. Dieser kam bei Nacht zu ihm, wahrscheinlich weil er nicht gesehen werden wollte. Jesus wendete sich ihm in diesem "Date" zu und beantwortete dessen Fragen. Dabei erzählte ihm Jesus, dass er nicht gekommen ist, um politische Interessen zu verfolgen oder die Juden vom Joch der Römer zu befreien, sondern um die Welt zu retten.
Zudem schenkt er uns allen das Evangelium. Dabei macht sich Gott, der diese Welt geschaffen hat, greifbar und sichtbar und dient somit zur Vorbereitung auf die ewige Gemeinschaft mit ihm.
So wie Jesus von Gott gesandt wurde, so sind auch wir von Jesus in diese Welt gesandt, um das Evangelium vorzuleben und für unsere Umwelt greifbar zu machen. Wir sollen auch nicht richten und versuchen keinen Hass entstehen zu lassen oder weiter zu tragen.
Nach einem Klavierstück durfte der stellvertretende Bezirksvorsteher Priester Jens Reißing auf dem Altar seine Gedanken mitteilen. Er ging ebenfalls auf das Speed Dating der Jugend ein. Er war bei diesem besonderen Erleben dabei und erzählte, dass man nur wenig Gesprächszeit miteinander hatte.
Im Gottesdienst können wir unsere Zeit nutzen, um uns Gott anzuvertrauen. Wir haben ebenfalls den Auftrag das Evangelium zu leben und zu verkündigen, auch in Anfechtung, so wie es Jesus getan hat.
Bezirksvorsteher Michael Birk ergriff bei seinem Predigtbeitrag auch das Thema der Jugend auf. Er sagte, dass das erste Date etwas Besonderes ist, welches man nicht vergisst. Man bereitet sich vor und nimmt sich mehr Zeit. Wir können uns auf Jesus freuen. Außerdem wollen wir diese Botschaft weitertragen – so wie es in einem Lied der Sänger heißt „… denn sie ist es wert“.
Im Anschluss an die Predigt wurde Heiliges Abendmahl gefeiert und danach der Segen zur diamantenen Hochzeit gespendet. Dazu meinte der Bischof, dass in den vergangenen 60 Jahren bestimmt manche Lebensstürme dabei waren, aber das Paar sei jetzt trotzdem mit allen Lieben hier. "Alle irdischen Erzeugnisse vergehen irgendwann; was ihr aber in Liebe getan habt, bleibt in Ewigkeit", so der Bischof in seiner persönlichen Ansprache an das Jubelpaar.
Beitrag OI
Bilder LN