Am 3. Mai 2026 wurde in der neuapostolischen Kirchengemeinde Winnenden wieder eine Taufe gefeiert. In einem festlichen Gottesdienst brachten die freudigen Eltern ihren kleinen Sohn Lionel Jidenna an den Altar, damit er das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfangen konnte.
Der Gottesdienst wurde per Livestream nach Nigeria übertragen, damit auch die dort in Tschoss lebenden Großeltern an diesem besonderen Fest teilhaben konnten. Der Gemeindevorsteher, Priester Mathias Berggötz, brachte ihnen und den dort lebenden Verwandten einen Gruß in ihrer Landessprache entgegen: »Muna muku maraba da zuwa Tschoss sikin farin siki!« Auf deutsch: »Wir begrüßen euch in Tschoss sehr herzlich!«
In seiner Predigt hob Priester Berggötz die hohe Bedeutung der Taufhandlung hervor, bei der ein Bund des guten Gewissens mit Gott geschlossen werde. Das Sakrament der Taufe schaffe eine besondere und enge Verbindung zu Gott. Der Mensch werde dadurch Christ. In unserer pluralistischen Gesellschaft bleibe der Glaube an Christus der einzige Weg zu Gott, was durch das dem Gottesdienst zugrunde gelegte Bibelwort aus Apostelgeschichte 4,12 unterstrichen wurde. Das Bekenntnis des Apostels Petrus vor dem Hoher Rat sei eindeutig: Es stehe dem Menschen kein anderer Heilsweg offen, als in Jesus Christus. Ihm dürften wir vertrauen, ihn lieben, ihm dienen.
Eingehend auf die beiden Vornamen des Täuflings führte Priester Berggötz aus, dass »Lionel« »kleiner Löwe« bedeute. Er wünschte ihm, dass Stärke, Mut und ein großes Herz ihn durch sein Leben begleiten mögen. »Jidenna« aus dem Nigerianischen bedeute sinngemäß, am Vater festzuhalten, eine tiefe Bindung zum Vater einzugehen. Dies sei ein wunderbarer Bezug zu Gott als dem himmlischen Vater, so der Priester weiter.
Zur Vorbereitung der Taufhandlung spielte der Onkel des Täuflings auf dem Klavier das vielen aus der Kinderzeit bekannte Lied: »Einen goldenen Wanderstab ich in meinen Händen hab«. Dazu wünschte der Priester, dass dieser Stab den Täufling sein ganzes Leben begleiten möge.
Nach dem Taufsegen gab Priester Berggötz dem Täufling und seinen Eltern noch die Worte aus Psalm 8,4-6 mit auf den Weg: »Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.«
Der Chor sang zum Abschluss das von den Eltern des Täuflings gewünschte Lied »Singt ein Lied von Gott« von Peter Strauch. Darin stellte insbesondere der Textteil »Gott ist da, er ist unbegreiflich nah« einen besonderen Bezug zur Taufe her.
Im Anschluss an den Festgottesdienst gab es in den Nebenräumen des Kirchengebäudes für alle Teilnehmer noch Sekt, Orangensaft und Kuchen.
Text und Bilder: VK